Gelesen, gelacht, in die Tonne getreten. Wo soll ich beginnen? Kann ein Historiker Nerd sein, ist ein Archäologe ein Hacker oder warum ist ein Admin nicht unbedingt ein Nerd oder gar Hacker? Nun jeder kann Nerd oder Hacker sein, ganz dem eigenen Gusto. Wenn die Fachidiotie durchbrochen wird, der Geist auf vielerlei Art und Weise geschult und gefördert wird, diverse Disziplinen nach Lust und Laune miteinander verknüpft werden und die eigenen Grenzen Tag für Tag aufs Neue durchbrochen werden, dann ist ein Nerd oder auch Hacker geboren.
Da kann der Physiker wohl ein Physiker sein, aber vom Nerd oder Hacker fehlt jede Spur, da kann der Archäologe ein Faible für allerlei Randgebiete entwickeln und mutiert stante pede zum Hacker. Da wird aus dem Schreiner ein Nerd und der Admin oder Coder geht stoisch seiner Fachidiotie nach. Was alles hat dies nun mit dem Journalismus zu tun? Nun der Journalist denkt in Schubladen, steckt allerlei Zeugs hinein und stellt diese zur Erbauung eines zahlenden Publikums gegeneinander auf.
Lange Rede kurzer Sinn: es existiert wohl nur eine Tätigkeit, welche die gleichzeitige Existenz als Nerd und/oder Hacker verneint … der Journalist. Die Eingrenzung ist dort das täglich Brot, auf der anderen Seite möchte man Barrieren durchbrechen. Dies erreicht man mit der Anhäufung von Wissen verschiedenartiger Natur und der Verquickung von diesem, auf mitunter — zumindest für die Fachidiotie — skurrile Art und Weise.
Auch der Nerd/Hacker kennt Gemeinschaft, er bildet eine solche mit Gleichgesinnten. Ich könnte hier und heute einige interessante Gespräche zwischen Archäologe, Physiker und Informatiker zum Besten geben, aber ich würde diese «normalen», «schönen» Zeitgenossen da draußen sicher nur langweilen.
Heften wir dies also unter billiger Polemik gegenüber einer Partei ab. Man kann sicherlich viele Dinge gegenüber den Piraten auf die Tagesordnung bringen, aber um einen Punkt zu erlangen, muß man auch den Korb treffen. Hier kommt erschwerend hinzu, daß das Spielfeld ein völlig anderes ist.