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UNIX – live free or die

UNIX

Danke an The Open Group, das heißbegehrte Schild kam heute morgen an :-)

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post dot-com bubble

Somehow the dot com bubble, of which Linuxcare was part, marked a turning point in the computer industry: it moved from being technologically to financially motivated. I don’t think it has improved things. As I commented a while back, I haven’t found any real innovation in the last 8 years. Yes, there has been significant progress, but how much of it is new?

Greg Lehey, 06.März 2010

Irgendwie deckt sich das auch mit meiner Erfahrung. Die 70er, 80er und auch noch teils die 90er waren primär technologisch geprägt, das anstehende Millenium machte Lust auf mehr. Die magische 2000 eben, jene verheißungsvolle Zahl, die viele Werke des SF-Metiers dominierte, wenn nicht gar beflügelte. Und was kam? Wie Lehey schrieb significant progress, aber wo blieben die echten Innovationen, dieses tatsächlich Neue? Ein Rohrkrepierer meiner Meinung nach — 80er und 90er waren noch spannend in der Entwicklung, die spätere Tristesse jedoch wirkt mehr nur ermüdend.

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Umbau

Einige wissen sicherlich, daß ich auf F!XMBR zusammen mit Chris schreibe, andere wissen u.a. auch, daß ich nebenher ein wenig verlinke und zwar Altertümliches und Kulturelles auf diem perdidi und ein Gemenge an sonstigen News auf from hades. Letzteres habe ich mal einer Verjüngungskur unterzogen, sprich mit einem netten Theme aufgehübscht und ansonsten ein wenig entschlackt – mal wieder ;-)

Das Problem mit dieser ganzen Auslagerung ist nämlich dieses: entweder man tendiert zu einem Plus an Redundanz oder man Splittet, verzettelt sich jedoch irgendwann. Auf from hades kam zuvor auch Altertümliches und Kulturelles en masse zur Sprache, dies findet sich nun jedoch alleinig auf diem perdidi wieder. From hades hingegen wird mehr der Politik und der Technik geopfert, richtige Texte gibts weiterhin auf F!XMBR und gelegentlich auch hier. Ordnung muß sein, ich stand kurz davor das Chaos dem Nirwana zu überantworten, aber dann hätte ich wieder vor dem Problem zuvieler Linktipps auf dieser Publikation bzw. F!XMBR gestanden. Ich denke die Lösung paßt und die Dinge auf diem perdidi bzw from hades haben ohnehin mehr temporären Charakter, sprich die Halbwertszeit der News ist teils recht kurz.

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zur Lage der Nation …

Die erste Tugend der Germanen ist eine gewisse Treue, eine gewisse schwerfällige, aber rührend großmütige Treue. Der Deutsche schlägt sich selbst für die schlechteste Sache, wenn er einmal Handgeld empfangen oder auch nur im Rausche seinen Beistand versprochen.

–Heinrich Heine

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alle Parteien sind unwählbar …

Kennt man doch, nicht wahr? Keine der Parteien kann man mehr wählen und mag dies zwar für die FDP stimmen, so ist es auf der anderen Seite doch nur ein Ausdruck von extremer Bequemlichkeit. Andere sollen die Arbeit machen, der Deutsche per se möchte nur Ergebnisse sehen. Warum treten beispielsweise nicht 100.000 freiheitlich gesinnte Bürger in die SPD ein und polen den neoliberalen Habitus der Genossen um? Warum treten nicht noch mehr soziale Ökos bei den Grünen ein und sorgen für ein richtig rundes Profil? Oder wieso meckern alle über die Rechtspopulisten bei den Piraten und übersehen dabei, daß sie höchstselbst in entsprechender Menge diesen ein Profil abseits abstrakter technischer Gefilde verpassen können?

Ja warum denn nicht? 90+ Mio. Bürger in diesem Land und man bekommt nicht ein paar zusammen, die etwas bewegen möchten? Geht halt nicht über Nacht und man muß etwas tun, aber Zeter und Mordio am Stammtisch bzw. dessen virtuellen Pendant zu schreien ist eben soviel einfacher. Der Deutsche protestiert halt lieber im Stillen und meckert lauthals wenn nichts geschieht.

Mitglied werden in einer Partei bringt nichts und doch ist es der Hort jener wenigen, welche über die Geschicke dieses Landes verfügen. Böse Sache, ein Dilemma für den gemeinen Deutschen … kann mal nicht wer so alles mit einem Ruck ändern? Hatten wir doch schon einmal und irgendwie kommt da nie was Gutes bei rum. Also ich meinerseits habe Respekt vor jedem, der in einer Partei sein Bestes versucht – lieber ein Kampf gegen Windmühlen, als zur trägen Masse zu gehören.

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Redundanz

Meine Einstellung zum sogenannten Mitmachweb 2.0 kennt einjeder und dennoch, auch meinereiner versündigt sich tagtäglich mit Allerlei genutzten Diensten. Aber um ehrlich zu, ich nutze diese Dienste primär um Informationen meinerseits mit größtmöglicher Redundanz unters Volk zu bringen und andererseits,um z.B. auf Twitter ein Höchstmaß an Informationen abzugreifen.

Warum aber? Hier habe ich doch alles was ich benötige, inklusive einem RSS-Feed für jene unter Zeitdruck? Nun die Netcitizens sind in einer Art Balkanisierung inbegriffen, der eine zieht sich auf Facebook zurück, der andere auf Twitter usw. und natürlich möchten all jene ihre Informationen nur noch über die jeweilig vor Ort vorhandenen Kanäle nutzen. Das Ende vom Lied, eine Legion Mikrokulturen, die nicht vielerlei Quellen nutzt und diese bündelt, sondern eher alles andere ignoriert. Die Verknüpfung untereinander obliegt ergo dem tatsächlich Aktiven. Ich, als gemeiner Schreiberling, muß schauen wie ich meinen Sermon unters Volk bringe, mundgerecht serviert, natürlich frei Haus.

Dies Entwicklung gefällt mir nicht wirklich, aber Ignoranz meinerseits wird mit Ignoranz seitens potentieller Leser beantwortet. Die absolute Konsumentenhaltung in diesem Mitmachweb 2.0 entwickelt sich mehr und mehr zur Plage für jene Mitmachenden.

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wider das Mitmachweb 2.0

Als ich vor Jahrzehnten, gewappnet mit einem 64er und einem Akustikkoppler, die Online-Welt der BBS betrat, begann eine neue Zeit für mich. Erstmals war es möglich mit anderen Zeitgenossen über größere Entfernungen hinweg zu kommunizieren, die eigene Meinung auch per se einem größeren Publikum feilzubieten — die Partizipation war Pflicht, ebenso der Inhalt. Anfang der 90er machte ich meine ersten Gehversuche mit dem Usenet, Gopher und schließlich auch Mitte der 90er mit diesem WWW, dem World Wide Web. Inhalt war auch in diesen Gefilden immer noch Trumpf, kaum verwunderlich war doch die Bandbreite immer noch stark limitiert und diese wurde wie eh und je in klingender Münze verrechnet.

Meine erste Webseite, politischer Natur, strahlte vom Universitätsserver herab, ein wenig Text, ein paar Links – auch der Speicherplatz war limitiert. Irgendwie war alles limitiert, dennoch mühte man sich größtmöglichen Nutzen jedweder Art daraus zu ziehen. Das Millenium nahte, Hardware wurde billiger und auch die ersten Pauschaltarife machten die Runde, bis hin zu echten Flatrates, damals noch ISDN-basiert. All dies ermöglichte ein Plus an Partizipation, das Mitmachweb war geboren, denn ohne Partizipation ging es nie.

Foren kamen, eine Art von Mailinglisten verpackt in einem hübschen Interface, Webseiten entwickelten sich weiter und ließen größtenteils Frames, sowie GIF-Animationen weit hinter sich, Texte konnten dank gesunkener Kosten ein Plus an Bildern enthalten, Webspace wurde nahezu für jedermann erschwinglich, kurzum der Inhalt florierte.

Meinereiner erfreute sich an der Moderation bzw. teils auch Administration diverser Foren, u.a. auch Politik-Moderator in einem heute noch sehr großen Deutschen Forum, Gründungsmitglied und Moderator von Essential Freebies (2001), Mitbegründer und Administrator von Desert Inn (2003) etc. pp. Inhalt war auch hier immer noch der Garant für Erfolg, die Partizipation erfolgte in beide Richtungen. Mit der Zeit jedoch verkamen die Macher diverser Foren mehr und mehr zu Pausenclowns, Alleinunterhalter für die gen Web strebende Masse. Die Konsequenz daraus war, wenn man schon den Alleinunterhalter mimte, warum dann nicht gleich in einem Weblog? Gesagt getan, entstand 2006 das Gemeinschaftsprojekt F!XMBR, später begleitet von einem thematischen Weblog in puncto Sicherheit — get privacy, abgerundet von einem Microblogging-Server auf Basis von identi.ca — lallus, von all jenen Projekten überlebte recht erfolgreich F!XMBR. Alle anderen Projekte hingen irgendwie auch zu stark vom Leser ab, sprich dessen Mitarbeit. Und Mitarbeit im heutigen sogenannten Mitmachweb, nennen wir es Mitmachweb 2.0, ist mehr und mehr beschränkt auf Ausrufe in Form von Smilies oder kurzen Sätzen bzw. dem endlosen Kopieren einiger halbwegs origineller Inhalte.

Heutzutage werfen irgendwelche Firmen halbgare Konzepte auf den Markt und nennen das Befüllen, Bugfixing und die Ausarbeitung seitens des Anwender gekonnt Web 2.0 oder Mitmachweb 2.0. Der Konsument prostituiert sich, bietet willfährig seine Daten feil, macht die Hausaufgaben dieser Firmen, kurzum der Konsument macht mit: er liefert Daten bezüglich der eigenen Person frei Haus, bietet massiven Raum für Statistiken, macht sich gläsern und kehrt seinem Anbieter nebenbei noch den Hof. Facebook, Google Buzz, Twitter, identi.ca, Xing und wie sie sonst noch alle heißen, bieten im Prinzip eine Basis an Originalität die einem die Tränen in die Augen treibt, gleich einem Häuslebauer der zwar für das komplette Haus bezahlt, jedoch nur das Grundstück erhält – Material und Aufbau gehen auf eigenen Kosten. Schmarotzerweb 1.0 wäre meiner Meinung nach der adäquatere Begriff. Und selbst wenn ich ein kleiner Teil dieses Web 2.0 bin, in Form von Facebook, Twitter und Google Buzz, so komme ich meinen Zeitgenossen damit nur entgegen indem ich dort einen Hinweis auf meine tatsächlichen Inhalte gebe.

Im Grunde genommen hat sich für mich also nichts geändert, es ist weiterhin dieses Mitmachweb — für andere hingegen ist es schlicht die Weide, abgeerntet wird von anderen und die Schlachtbank ist auch nicht fern für die Rindviecher.

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friendly fire aus bajuwarischen Gefilden

Das ist kein Tsunami – nur eine Westerwelle

Seehofer, CSU

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Wordpress 2.9.2

Thomas Mackenzie alerted us to a problem where logged in users can peek at trashed posts belonging to other authors. If you have untrusted users signed up on your blog and sensitive posts in the trash, you should upgrade to 2.9.2.

WP

… business as usual

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Westerwelle und das Römische Reich

Dekadenz als Verlust von Orientierung, das dürfte auch Westerwelle gemeint haben: Man weiß nicht mehr, was wirklich wichtig ist, auf welchen Grundlagen und wessen Schaffen das ganze Gebäude ruht, und man redet über die falschen Dinge. Daß im späten Rom – das in der gängigen Periodisierung übrigens erst 284 n.Chr. beginnt – die kleinen Leute durch Gaben des Staates ruhiggestellt worden seien, ist allerdings Unsinn, im Gegenteil: Steuerdruck und staatliche Gängelung nahmen eher zu.

Antike und Abendland

Da kann man doch dankbar sein für solche eine Aussage in einem Meer mittels Sandalenfilmen gestärkter Bildung. Dem Fazit sollte man überdies besonderes Augenmerk schenken:

Es ist allerdings hinzuzufügen, daß von jenem Untergang zwar viele Menschen betroffen wurden, daß aber ja nicht die Menschen selber untergingen. Untergegangen ist eine Staatsform. Das Leben ging weiter. Damals.