Ohnesorg, die Stasi und der Westen

Wie schon hier erwähnt glaube ich nicht an eine Geschichtsrevision, zu sehr sehen Parteien auf beiden Seiten darin politisches Kalkül, denn mögliche Vergangenheitsbewältigung. CDU und andere Konservative würden nur allzugerne das mittels der 68er eingestampfte linke Fundament aufbrechen, Linke jedweder Couleur haben vice versa ein Problem damit etwaige Helden von einst demontiert zu sehen. Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür, irgendwie passt die Information gerade jetzt.

Aber auch 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer gebe es große Defizite in der Aufarbeitung. «Die bisherige Debatte um die DDR als Unrechtsstaat lenkt ab von der Frage, welche Verbindungen es zwischen Westberlin und der Stasi gab — so wie man ausblendete, welche Nachkriegspolitiker mit dem Naziregime kollaborierten», so Holzapfel.

taz

Das tatsächliche Problem manifestiert sich jedoch an völliger anderer Stelle, insofern darf man sich keine historisch exakte Klärung1 erhoffen, sondern eher eine politisch gefärbte Geschichtsklitterung, usus in diesem unserem Lande. Deutschland redet fortwährend von der Vergangenheit, der Last, der Verantwortung — bis dato schaffte es dieses Land jedoch nicht sich all seinen Fehlungen tatsächlich zu stellen.

  1. im Sinne von nach bestem Wissen und Gewissen []
This entry was posted in Uncategorized and tagged , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>