Es gibt viele Leute bei den Grünen, die kompetent zum Thema Netzpolitik arbeiten. Es gibt bei den Grünen aber auch viele andere Menschen, die zu anderen Themen arbeiten. Und das ist für mich ein wesentlicher Unterschied: Ich möchte gerne allgemeinpolitisch arbeiten, mich interessieren nicht nur die Themen der Informationsgesellschaft, sondern ich mache auch gerne Frauenpolitik, Ökologiepolitik, Familienpolitik und Drogenpolitik.
Und dieser Aussage schließe ich mich gerne an. Nach meinem Austritt bei den Genossen liebäugelte ich mit den Linken, zog jedoch die Piraten ob diverser Gründe nie in Betracht. Bei letzteren schaue ich noch zuviel propagierte Netzarroganz, bei den Linken einzig verbitterte Genossen, diverse politische Altlasten, sowie ein erzdogmatisches Dagegen ohne Bezug zur Realität. Auch ich finde die Existenz der Piratenpartei gut, entfaltet sich doch durch die bloße Existenz dieser Bewegung ein Plus an demokratischem Potential — dennoch, mir persönlich fehlt zuviel, dieses Iota Internet allein ist nicht die Welt auf der ich und andere ihr Dasein verbringen. Es ist eine Facette, ein Medium welches neben anderen Dingen allenfalls gleichberechtigt, jedoch nicht dominant seinen Platz einnimmt. Spreche ich also von Kultur, Demokratie, Freiheit, Menschen etc., meine ich mehr als nur Tun und Handeln in virtuellen Gefilden.
Ich bin wahrscheinlich nicht der Grüne per se, sondern wie überall mehr Sand im Getriebe, mehr anarchistisch geprägt, denn Parteisoldat — aber ich erkenne in Grüner Politik mehr Gemeinsamkeiten mit meinem Habitus, denn in irgendeiner anderen Partei. Insofern bin ich Anarchist, Sozialdemokrat, Humanist, fühle mich jedoch bei den Grünen am wohlsten ;-)
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Na denn — willkommen!
Darauf ein Jo!, full ACK, Amen ;-)
Gefällt mir. Verstehe ich das jetzt richtig, dass du bei uns eingetreten bist oder geht’s erstmal nur ums Wählen?
Hey
Ich kann mich dir nur anschließen. Ich denke die gesamtfreiheitliche Einstellung der Grünen gibt vielen genau die etablierte Basis, welche bei den Piraten noch fehlt.
Desweiteren finde ich das die Grünen die einzige WIRKLICHE Alternative zu den Blockparteien sind. Natürlich findet sich überall auch Populismus wieder. Aber alleine die Tatsache aus welchen Bewegungen sich die Grünen zusammen gesetzt haben, zeigt mir das sie die richtige Wahl sind.
Meiner Meinung nach sollte meine favorisierte Partei sich auch im Bezug auf Wahlkampf, ohne den leider keine Partei auskommt, viel mehr auf ihre Grundsätze berufen. Denn es sind die Grünen die genau die Forderungen welche jetzt von der «neuen Bürgerrechtlichen Bewegung» ausgehen, schon lange auf ihre grünen Fahnen schreibt. Nur das die Grünen eine viel breitere Lösungsansätze bieten, wie Julia schon erwähnte und dadurch die von den einzelnen relevaten Themen oft in der Masse untergehen. Bei einer kleinen «Spezialpartei» ist das natürlich nicht so, aber leider werden Lösungsansätze für die gesamtdeutschen Fragestellungen und Offlineprobleme entweder nur halbherzig oder garnicht behandelt.
Meine Wahl steht fest!
Eine Partei welche sich Freiheit auf die Fahnen schreibt gibt eben auch der Dummheit und Ignoranz eine Bühne.
Ich hoffe die Piratenpartei wird sich eines besseren Besinnen und erwachsen werden und eine kleine aber spezielle außerparlamentarische Opposition bilden vergessene Themen wie Bürgerrechte und Überwachung wieder aktuell zu machen. Für eine wirkliche Machtposition halt ich die Partei schlichtweg für zu «jung».
so long.
mr.red
>Verstehe ich das jetzt richtig, dass du bei uns eingetreten bist
@henning als ehemaliger Genosse, der zweimal eintrat und auch wieder austrat, verband mich mit den Grünen schon eine ehmalige Wählerschaft, zumindest auf gewissen polit. Ebenen. Just trat ich aber bei den Grünen ein, nachdem ich mir erst einmal Ruhe gönnen wollte und auch die Linken etwas beäugte,letztendlich obsiegte aber das dargebotene Spektrum der Grünen, welches eher mit meiner Person korrespondiert.
»Spreche ich also von Kultur, Demokratie, Freiheit, Menschen etc., meine ich mehr als nur Tun und Handeln in virtuellen Gefilden.«
So sehen dies auch die meisten Piraten.
Ich denke, dass Du bei den Piraten die von Dir gewünschten Themen vor allen Dingen im Moment (da man eben noch dabei ist sich richtungsweisend zu orientieren) viel offensiver mitgestaltet könntest, als Du es bei den großen Parteien inzwischen kannst.
Auf jeden Fall ist aber die vielfach beschriene Netzarroganz nicht existent. Die Themen beziehen sich nämlich in keinster Weise nur auf das Internet, sondern haben allgemeingesellschaftliche Relevanz, auch ohne Internetzugang.
@ph ich habe eines bisher beobachtet: über Kultur wird viel geredet, Kultur möchte auch jeder nutzen und diese soll für alle frei sein, doch Kultur fördern bzw. wirken tut dort keiner. Ein Platz für Soziales gefällig, unabdingbar in gewirkter Freiheit?! Aber nicht bei den Piraten, auch dagegen verwehrte man sich bei den Piraten auf dem Parteitag vehement. Ich bin auch durch und durch Nerd, aber ebenso viel mehr als das. Und die Bürgerrechte etc. sehe ich besser Vertreten durch Organisationen wie die Humanistische Union oder den CCC, beide supporte ich ebenso seit Jahren. Grün besorgt für mich den Rest — dort herrscht noch in puncto neuer Medien Aufholarbeit bei einigen, allerdings formulierten einige dort auch schon Kernthemen wie die Kulturflat lange vor der Existenz der Piraten. Ein paar wohlfeil gedrechselte Worte unter ferner liefen bezüglich dem Rest dieses Daseins, vereiteln imho nicht die gewirkte Netzarroganz. Dieses Netz ist für mich wichtig, dennoch ist es nur ein Iota in meinem Leben und ohne Netz, jedoch Freiheit in den restliche 99% unseres Daseins, könnte ich immer noch sehr glücklich leben.
Man kann mir eines glauben: mit meinen bald 40 Lenzen und diversen Parteiaktivitäten seit jungen Jahren, gehe ich gewiß nicht leichtfertig auf die gewirkte Politik einer Partei ein. Wer F!XMBR kennt, kennt u.a. auch meine Kritik zu den Genossen — zu Zeiten in welchen ich jenen noch angehörte -, man kennt auch sicherlich mein Kreuz mit den Grünen. Und man kennt auch meine Meinung zu den Piraten, durch und durch. Ich liebäugelte mit den Linken, diese disqualifizierten sich aus anderen Gründen — ich bevorzuge «ganzheitliche» Parteien, die diverse Thematiken gleichberechtigt angehen.
Für mich ist es einfacher einer Partei Nachhilfe in Sachen Netzkompetenz zu geben, als anderen die Welt per se zu erklären.