Gebühren für öffentlich-rechtliche Staatssender

Das Fernsehen ist die größte kulturelle Katastrophe, die die Erde in der Zeit, an die wir uns erinnern können, erlebt hat.

–Joseph Weizenbaum

Könnte mal jemand den Hütern der Inkompetenz, gemeint sind die Minister der Länder, endlich einen Riegel vorschieben? Es kann doch wohl nicht angehen, daß diese notorischen Pleitegeier mit den Geldern nur so um sich schmeißen, jeder provinzielle Dirmel sich einen privaten Hofsender leistet und für jene auch bei jeder neuerlichen Gebührenrunde munter lustig an der Gebührenschraube dreht.

Die nächste Runde im Jahre 2013 soll diesmal eine Erhöhung der Gebühren auf fast das dreifache mit sich bringen. Jedenfalls für jene, die nicht im Besitz eines Fernsehers sind, sondern einen Computer ihr eigen nennen. Ihr wißt schon, diese neuartigen Rundfunkempfangsgeräte. Rundfunkempfangsgeräte! Nicht nur daß dies semantischer Bullshit ist, der da stetig propagiert wird, nein auch wenn man selbst die spärlichen Angebote der staatlichen Propaganda-Sender online nutzt, ist dies nicht die primäre Aufgabe eines Computers oder des Internets.

Ich sehe auch keine Solidarität, wer schon möchte seine Mitmenschen geistig degeneriert sehen? Niveau beginnt dort wo das Fernsehen entsorgt wurde.

Die Bürger sollen sich an Kultur und Bildung beteiligen? Gerne, ich zahle nur allzu gerne einen Kultur– und Bildungssoli, sofern dieser verbrieft den Projekten im entsprechenden Kontext zugute kommt und nicht im öffentlich-rechtlichen Sumpf versickert!

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