ALGII: weitere Nebelkerzen seitens von der Leyen

Insgesamt sollten durch das Programm rund 160.000 Bezieher von Arbeitslosengeld II für den ersten Arbeitsmarkt aktiviert werden, sagte die CDU-Politikerin in Berlin.

tagesschau

Staatlich verordnete «Bürgerarbeit» für «notorische Faulpelze», denn jene müssen überhaupt nur aktiviert werden, um der Arbeitslosigkeit Einhalt zu gebieten — so jedenfalls von der Leyen, liest man denn ein wenig zwischen den Zeilen. Welcher Arbeitslose muß denn aktiviert werden? Was soll diese wiederholte Stigmatisierung Erwerbsloser von Berufsdilettanten?

Tatsächlich ist es doch so, daß dieser Schwachsinn abermals ein Loch in den Staatshaushalt brennt und keinem wirklich hilft. Derlei Aktionismus dient alleinig der Effekthascherei, um temporär die Arbeitslosenzahlen zu senken. Dem Erwerbslosen per se hilft dies keineswegs, ganz im Gegenteil: diese Art von Arbeit brennt denjenigen ein gewaltiges Loch in die Vita. Zudem existiert diese staatlich geförderte «Bürgerarbeit» schon längst in vielerlei Regionen. Die Leute erhalten einen Vertrag, z.B. über zwei Jahre, gehen dort einer nicht-qualifizierenden Tätigkeit nach, erhalten in diesem Zeitraum ein wenig mehr Geld und stehen danach wieder stante pede im üblichen ALGII-Verhältnis. Diese Verträge werden in der Regel zwischen der Arge und irgendeinem «gemeinnützigen» halbstaatlichen Träger ausgehandelt.

Darüber hinaus stellt dieser «terminus technicus» gemeinnützige Arbeit ein einziges Bataillon an Nebelkerzen. Jegliche Arbeit und wenn diese nur beispielsweise auch einzig der Säuberung eines Parks dient, nimmt Firmen vor Ort die dringend benötigte Arbeit weg. Dazu tragen derweil schon diese sinnbefreiten «Maßnahmen» zur «Qualifizierung» bei und derlei Ideen zementieren diese Art von nonsense darüber hinaus.

Seien wir mal ehrlich, man wird sich um diese Handvoll Stellen reißen. Ganz einfach, weil die staatlich oktroyierte Armut einem keine Wahl läßt, um wenigstens eine Handvoll Euros mehr im Monat sein eigen nennen zu können. Ein kleiner Obolus, der denjenigen ein Plus an Würde gewährt. Ein gewaltiges Minus erfährt einzig die Vita bzw. die Perspektive überhaupt irgendwo echte Arbeit zu erlangen. Denn eine tatsächliche Qualifizierung findet nicht statt. Bildung für jene, die diese dringenst benötigen, wird nicht gewährt. ALGII ist eine Sackgasse, bei der man sich wie einst Münchhausen einzig am eigenen Schopf herausziehen kann. Der Staat selbst sorgt allenfalls für einen zünftigen behördlichen Spießrutenlauf, sowie jeder Menge Stolpersteine …

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