
Nichts kommt dem Landleben gleich. Es vermittelt mehr echte Freuden als irgendeine andere Lebensweise.

Nichts kommt dem Landleben gleich. Es vermittelt mehr echte Freuden als irgendeine andere Lebensweise.
Ken Thompson und Dennis Ritchie plaudern aus dem «Nähkästchen» …
Vor ein paar Tagen gab ich mein «Amen» zu der Initiative Pro Netzneutralität. Warum? Nun, weil ich das Anliegen für eine gute Sache halte und es für zu wichtig erachte, um es mittels den üblichen, von Pathos geprägten, Idealen niederzureden. Fefe sieht dies anders und wäre er nicht Fefe würde ich auch kein Wort darüber verlieren, denn anderenorts schaue ich hauptsächlich die üblichen Cassandra-Rufe, die zwar stetig opponieren, jedoch selten etwas Gehaltvolles beitragen.
Fefe aber nun geht auf ein paar Details dieser Initiative ein, die ihm eher übel aufstoßen. Beispielsweise «Netzneutralität fördert die Entfaltung kreativer und ökonomischer Potentiale und sichert damit das Innovationspotential des Internets.» Nun von meinen Idealen aus betrachtet ist dies sicherlich keine gute Basis, da stimme ich mit Fefe überein. Allerdings leben wir in einer Welt, die nicht von Idealen geprägt, sondern die einzig auf eben diese ökonomischen Potentiale fixiert ist. Indem man diese Definition nimmt und erweitert, öffnet man aber das Tor für ein breites Spektrum an Interessen. Letztendlich gilt es jenen, die die Infrastruktur bereitstellen, dies alles mit deren Terminologie schmackhaft zu machen.
Was bitte sehr ist daran verkehrt? Jene mit ökonomisch geprägtem Habitus sitzen am längeren Hebel, es gilt jene zu überzeugen, jene die eben diesen «Big business» repräsentieren. In einer idealen Welt wäre nicht einmal eine derartige Initiative notwendig, die vom Volk gewählten Politiker wüßten was zu tun ist. Nun die Welt ist aber nicht ideal, die Welt ist auf ökonomische Potentiale fixiert und in diesem Kontext muß man agieren, will man denn etwas erreichen.
Anderer Kontext, ähnliche Vorgehensweise: Mitte der 80er propagierte ein gewisser Richard Stallman «freie Software», jedoch war es erst die von Bruce Perens und Eric Raymond initiierte Open Source Kampagne in den 90ern, die Bewegung ins Spiel brachte, die mit dem Vokabular einer ökonomisch geprägt Welt sprach. Diese Initiative sprach nicht von Idealen, sondern bereitete den Weg für diese, indem sie das Tor zum Business mittels dessen eigener Sprache öffnete. Quod erat expectandum.
Die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.
–Sun Tzu
«Die Reise zum Mars», via dem Schockwellenreiter
Laut des Projekts, ein «Retro-Science-Fiction-Music-Clip». Sehenswert :-)
40 Euro kostet es, sich in Deutschland standesamtlich trauen zu lassen. Doch in Baden-Württemberg kann das Jawort für Schwule und Lesben deutlich teurer werden — und manchmal nur im Hinterzimmer stattfinden. Grüne und Homoverbände sehen darin eine klare Diskriminierung.
ehemaliges Nachrichtenmagazin (SPON)
Die Diskriminierung sehe ich und kann mir diesen Umstand auch lebhaft vorstellen, alleine die Aussage mit den 40€ jedoch macht mich stutzig? Ist dies eine neue Regelung, die noch der Umsetzung bedarf? Wir bezahlten anno 96 ca. 400DM, Bekannte von uns knapp 100€ bis 200€ — abhängig von Örtlichkeit, Termin, namentliche Wünsche, Stammbuch, etwaiger Herbeischaffung von Urkunden, etc. pp. Es handelt sich wohl vielmehr um eine Art Grundgebühr, es kostet also weitaus mehr in Deutschland sich trauen zu lassen, da man um diese zusätzlichen Kosten nicht herumkommt. Im Schnitt sind es wohl 80–100€ …
Die Diskriminierung hingegen ist gelebter Alltag in Deutschland, insbesondere bei der standesamtlichen Trauung und damit verbunden Örtlichkeiten. Und diese existiert keineswegs nur bei gleichgeschlechtlichen Paaren, die «Idealvorstellung» diverser Gemeinden, kann oftmals seltsame Blüten tragen.
Die bisherigen Ergebnisse des Forschungsseminars «Wikipedia und die Geschichtswissenschaften» sind ernüchternd. Eine Untersuchung von rund zwanzig geschichtswissenschaftlichen Einträgen in der deutschen und der englischsprachigen Wikipedia hat gezeigt, dass die Qualität der Texte sehr schwankend ist, die unterschiedlichen Sprachversionen sehr voneinander abweichen und dass gerade bei komplexeren Themen sich Wikipedia keineswegs als Einstieg eignet.
histnet, via Jürgen Fenn
Auch dies entspricht meiner Erfahrung, mag dies teils im informationstechnischen Bereich gerade noch so angehen, schaut man im naturwissenschaftlichen Bereich bereits eine Bandbreite von «himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt» und im geisteswissenschaftlichen Bereich tun sich mitunter «Abgründe» auf. Selbstredend kann man diese «Abgründe» seitens Mitarbeit überbrücken, gar zuschütten, größtes Hemmnis dabei ist jedoch der «Diskurs» mit Laien. Wobei man auch bei diesen unterscheiden muß: es existieren «Laien» mit hohem fachlichen Niveau1 und andere die einzig populärwissenschaftlich geprägt sind2, von Esoterikern3 in diversen Fachdisziplinen ganz zu schweigen. Was bleibt ist ein «Diskurs», bei welchem «der längere Atem» entscheidend ist und mag dies für die einen noch ein «netter Zeitvertreib» sein, so wissen andere mit diesem kostbaren Gut weitaus gehaltvoller umzugehen.
Die Wikipedia tanzt zwischen Trivia und Fachwissen umher, nicht unbedingt der Stein der Weisen, um einer fachlichen Anforderung zu begegnen, jedoch «anspruchsvoll» genug, um die «Fragen des Alltags» zu meistern. Vielleicht ist diese Art von Trivia auch für einige der Einstieg zu einer nachhaltigeren Beschäftigung mit der Materie und dafür verdient sich die Wikipedia dann auch tatsächlich Lob.

Verlinkungen, Trackbacks, Pingbacks, Facebook, Twitter … die omnipotente Vernetzung, last not least einfach nur der «ping of death» für jede Art von Community. Was sollen derlei «Clownerien» für einen Mehrwert mit sich bringen? Aufmerksamkeit, «Zusammengehörigkeitsgefühl», der Schrei gen Außenwelt, um auf «Problematiken» aufmerksam zu machen? Geh weg, die Blog-Welt, also dieser Ritus um «Inkarnationen» identischer Software-Installationen, wirkt auf Außenstehende recht befremdlich, wenn nicht wirkt diese Egozentrik der Blogs gar abstoßend. Gott-sei-Dank haben sich einige dieser «Riten» unlängst überlebt, finden jedoch Kompensation seitens Facebook & Co.
Wen jedoch tangiert im großen weiten «Netz», ob denn diese paar «Jecken» stetig in ihrem angestammten Habitat die «digitale Revolution» erproben? Keine Menschenseele, die selbsternannte «creme de la creme» des Webs, die digitale Bohème ist dort ein no-go oder schlicht eine vorlaute Minorität. Indem man seine Eigenständigkeit bewahrt und sich abgrenzt — «I’m with stupid», bewahrt man auch seine Glaubwürdigkeit. Nicht der blogtechnische hoi polloi, sondern die Wertschätzung des Gegenübers ist gefragt.

«Die Nutzer müssten für ihre Aktivitäten im Netz auch verantwortlich gemacht werden können. In einer Welt asynchroner Bedrohungen sei es zu gefährlich, dass es keinen Weg gibt, Benutzer zu identifizieren, sagte Schmidt und forderte als Lösung eine Art DNS für Menschen.»
Mehr fällt mir dazu auch nicht wirklich ein. Auch draußen in freier Wildbahn ist die DNS kein forensisches Wundermittel und die einwandfreie Identifizierung gelingt nicht so häufig. Aber egal, auch beim Einkauf im Supermarkt vor Ort mag man mich zwar kennen, führt aber kein Buch darüber und je größer der Laden, desto «anonymer» mein Auftritt. Im Internet hingegen soll die minuziöse Kontrolle die Regel werden … weils angeblich der Sicherheit hilft und vor allem auch größenwahnsinnige Konzerne wie Google & Co endlich die omnipotenten Herren der Daten wären.
Und was tut man nicht alles dafür, nun orakelt gar Googles CEO ebenso vom Schreckgespenst Internet unisono mit diversem Politvolk weltweit. Dem einen sein Größenwahn, ist dem anderen sein Kontrollwahn. Erst fantasiert Facebooks Zuckerberg vom Ende der Anonymität im Netz, nun schließt sich Schmidt diesem infantilen Geplärre an. Und Netzneutralität, diese ist für solche Konzerne auch nur Mittel zum Zweck …
Als erstes sollten wir doch die Krake Google in Verantwortung nehmen und deren ausuferndem Begehren Einhalt gebieten. «Timeo Danaos et dona ferentes» — und auch Googles Geschenke fürchte ich, sind sie doch tatsächlich keine, sondern einzig Schlüssel zu den begehrten Daten der Bürger, quasi eine Art «Trojanisches Pferd 2.0″.
Bild: Wikimedia Commons, «The Procession of the Trojan Horse in Troy», Public Domain

Ein kurzes «who is who» bezüglich des C64, seiner internen Helferlin und deren Verbindung zur Außenwelt, wie er funktionierte und zu welchen Höchstleistungen dieser auflaufen konnte. Das alles erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und entspricht nur meinen Erinnerungen ;)
1982 in den USA bzw. 1983 in Deutschland, erschien der Commodore 64. Er besaß einen MOS 6502 Prozessor der auch im damaligen Apple 8Bit Computer zum Einsatz kam, später wurde dieser durch den baugleichen 6510 ersetzt bzw. bzw zuletzt durch den 8500 (CMOS).